Positive Halbjahresbilanz beim BürgerBus – weiter steigende Fahrgastzahlen

 

Seit einem halben Jahr fährt der Eppinger BürgerBus als offizieller Teil des ÖPNV im regulären Linienverkehr. Ein Beitrag, der den ÖPNV in Eppingen attraktiver werden lässt und durch den in erster Linie die „letzte Meile“ erschlossen wird.

Durch die ausgeklügelte Linienführung und mit dem „Wink und Fahr“-Prinzip in den 30er-Zonen der Nordstadt- und der Südstadtlinie sowie in den verkehrsberuhigten Bereichen der Innenstadt können viele Fahrgäste nahezu vor ihrer Haustüre ein- und unmittelbar am Zielort aussteigen.

Bewährt hat sich von Anfang an der Stundentakt an den Werktagen, der auf die Fahrpläne der S-Bahnen und der übrigen Buslinien abgestimmt ist. Viele Fahrgäste wissen, dass „ihr“ Bus immer „um 46“ an ihrer Haltestelle hält.
„Der BürgerBus ist in den Köpfen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger angekommen. Er gehört mittlerweile zum Eppinger Stadtbild“, so Reinhard Ihle, Stadtrat und Vorsitzender des BürgerBus-Vereins Eppingen e.V..

Seit dem 25. Mai 2020 haben die 26 Fahrerinnen und Fahrer annähernd 2.500 Fahrgäste kostenlos befördert.
Ab dem Beginn des neuen Jahres zahlen die Fahrgäste in der Regel 1 Euro pro Fahrt. Jugendliche von 6 bis 14 Jahren zahlen die Hälfte. Kinder unter sechs Jahren, Fahrgäste über 80, Menschen mit Handicap und Verbundkarteninhaber fahren weiterhin kostenlos.

Trotz Corona steigen die täglichen Fahrgastzahlen langsam aber kontinuierlich. „An manchen Tagen befördern wir schon 25 bis 30 Fahrgäste“, so Lothar Schlesinger, der Geschäftsführer des Vereins. Und es sind zunehmend auch jüngere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die das Angebot nutzen. Die Fahrgäste schätzen es sehr, dass sie ohne Auto beispielsweise zum Einkaufen, zum Arzt, ins Rathaus, zur Tagespflege, auf den Markt, auf die Bank, zum Bahnhof, auf den Friedhof oder zur Fußpflege fahren können.

Leider ist der Einstieg in den gebrauchten Bus gerade für ältere Fahrgäste manchmal doch recht beschwerlich. Fahrer und Fahrgäste freuen sich deshalb bereits auf den bestellten neuen Bus, der einen Niederflurbereich hat und bei dem das Einladen eines Rollators oder eines Kinderwagens wesentlich leichter von der Hand gehen wird.

 

blurb pkw mittelniederflur mb sprinter

 

Aber auch der „alte“ Bus hat seine Daseinsberechtigung. Mit seinem neuen Motor läuft er wieder wie geschmiert und ist jetzt am Anfang ein Fahrzeug, mit dem die Fahrerinnen und Fahrer im Umgang mit großen Fahrzeugen auch Erfahrungen sammeln dürfen.

Selbstverständlich erfüllt der Bus alle erforderlichen Corona-bedingten Hygieneauflagen. Der TÜV hat anlässlich der vor wenigen Tagen fälligen jährlichen Hauptuntersuchung jetzt auch die Plexiglas-Trennscheibe zwischen Fahrersitz und Fahrgastraum hochoffiziell abgenommen und genehmigt.

Die Fahrgäste honorieren das ehrenamtliche Engagement und manch notwendige Hilfestellung der Fahrerinnen und Fahrer beim Ein- und Aussteigen durch eine meist großzügige Spende ins aufgestellte Sparschwein. Dafür sagen wir allen Spendern ein herzliches Dankeschön.

Darüber hinaus loben die Fahrgäste auch die hervorragende Unterstützung des BürgerBus-Projekts durch Oberbürgermeister Klaus Holaschke und seinen Gemeinderat, mit der der BürgerBus von Anfang an den notwendigen politischen Rückenwind hatte.

Auch die Aufgabenverteilung zwischen Verein und Stadtverwaltung funktioniert sehr gut. In der täglichen Zusammenarbeit wird schnell offensichtlich, dass alle Beteiligten hinter dem Projekt stehen und am gleichen Strang ziehen.

Mittlerweile laufen die Überlegungen auf mehreren Ebenen, welchen zusätzlichen Beitrag der BürgerBus-Verein zur Eppinger Gartenschau 2021 leisten kann.